Wahrscheinlich muss Fliegen noch unattraktiver werden, als dies aufgrund der Praktiken, die im folgenden Beitrag dargestellt werden ohnehin schon ist, damit das Wachstum der Branche endlich gestoppt werden kann. Etwas Weiteres zeigen diese EnthĂĽllungen des "Teams Wallraff": die Branche verfĂĽgt ĂĽber die miesesten Arbeitsbedingungen. Jeder der mit diesen Airlines fliegt, muss wissen, dass er die Ausbeutung der Mitarbeiter unterstĂĽtzt.https://www.rtl.de/cms/team-wallraff-undercover-bei-eurowings-werden-basic-kunden-benachteiligt-4416701.html

Geplante Anhebung der Luftverkehrssteuer ist lächerlich!

„Die geplante Anhebung der Luftverkehrssteuer für Kurzstreckenflüge um ca. 3 € ist ein schlechter Witz,“ so lautet die Bewertung des Vereins „Kaarster gegen Fluglärm“. Das Bundesfinanzministerium hat dem Bundeskabinett für kommenden Mittwoch einen Vorschlag zur Erhöhung der Luftverkehrssteuer vorgelegt. Die Maßnahme stellt eine Konkretisierung des Klimapakets dar, das am 20. September vorgelegt worden ist.  „Niemand wird auf einen Kurzstreckenflüge verzichten, weil das Ticket um 3€ teurer wird,“ kommentiert Werner Kindsmüller. Damit werde das Ziel, Kurzstreckenflüge zu reduzieren verfehlt. Auch klimapolitisch sei dies ein Fehlschlag. Dabei könnte ein Verzicht auf Kurzstreckenflüge ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz sein. „Kurzstreckenflüge mit weniger als 600 km machen 24% aller Flüge von und nach Düsseldorf aus,“ hat der Verein ermittelt. Dazu komme, dass der Luftverkehr immer noch steuerlich subventioniert werde, indem das Kerosin steuerfrei sei. „Solange das so ist, gibt es keinen ökonomischen Anreiz vom Flugzeug auf die Bahn umzusteigen,“ kritisiert Kindsmüller. „Neben einer Beseitigung der Steuervorteile für den Luftverkehr und einer spürbaren Anhebung der Luftverkehrssteuer, muss die Zahl der Flugrechte (Slots) jedes Jahr reduziert werden. Auf diese Weise würden Kurzstreckenflüge automatisch nicht mehr angeboten werden, weil die knapperen Landerechte für die Mittel- und Langstrecke eingesetzt würden.“ 

Das am vergangenen Freitag vom Klimakabinett vorgelegte Klimapaket ist aus Sicht der Fluglärmgegner völlig ungeeignet, das Wachstum des Luftverkehrs und damit die Emissionen zu senken. Ein besonderer Dorn im Auge des Vereins “Kaarster gegen Fluglärm“ ist die Weigerung der Regierung, wirkungsvoll gegen Kurzstreckenflüge vorzugehen. „Kurzstreckenflüge mit weniger als 600 km machen 24% aller Flüge von und nach Düsseldorf aus. Im Interesse des Klimaschutzes und der Reduzierung des Fluglärms könnten diese Verbindungen entfallen, ohne dass sie die Mobilität der Menschen einschränken würden,“ meint Werner Kindsmüller.
Allerdings besitze eine Erhöhung der Luftverkehrssteuer um ca. 17 € für innerdeutsche Flüge keinen ausreichenden Anreiz, um auf die Bahn umzusteigen, auch wenn die Mehrwertsteuer auf Bahntickets um 10% gesenkt werde.
Aufgrund der enormen Steuersubventionen für die Luftverkehrsbranche herrsche kein fairer Wettbewerb zwischen den Verkehrsträgern. Die Steuerfreiheit für Kero-sin und der Erlass der Mehrwertsteuer auf grenzüberschreitende Flüge würden die Luftverkehrsbranche jährlich um 12 Mrd. € entlasten. „Damit fördert der Staat das klimaschädlichste Verkehrsmittel.“
Neben einem deutlich höheren Anstieg der Luftverkehrssteuer und die Abschaffung der Steuersubventionen fordert der Verein die Reduzierung der Flugrechte um jähr-lich 3%. „Nur so kann es gelingen, dass der klimaschädliche Luftverkehr schrumpft statt, wie in den vergangenen Jahren um jährlich 4% wächst,“ so Kindsmüller. Presseerklärung 

Die Mitgliederversammlung des Vereins hat gestern (10. September) die Forderung formuliert, die Subventionen für die Luftverkehrsbranche zu beseitigen. Die Steuerfreiheit für Flugbenzin und die Befreiung von der Mehrwertsteuer für Flüge außerhalb Deutschlands kosten den Steuerzahler jährlich 12 Mrd. €. Der Luftverkehr, stellt die Resolution fest, ist der klimaschädlichste Verkehrsträger.

siehe auch Vortrag Herr Pless Klimaschutz u. Flugverkehr und Forderungen Umweltverbaende Flugverkehr

Der Verein spricht sich ebenfalls dafür aus, dass Flüge unter 600 km gänzlich gestrichen werden und fordert, die Zahl der Flugbewegungen, die Belastung der Anwohner mit Lärm sowie die Schadstoffemissionen bis 2030 um 20% zu senken.

Der Verein ruft seine Mitglieder auf, am Klimaaktionstag in Kaarst am 20. September mitzuwirken.

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