Heute (8. Juli) endet die Frist für die Einreichung von Einwendungen der Bürgerinnen und Bürger im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens des Flughafens Düsseldorf zur Ausweitung der Zahl der Flugbewegungen von heute 47 auf künftig 60. Die Vertreter der Initiativen werden um 14 Uhr in Düsseldorf die Einwendungen dem stellv. Regierungs-präsidenten Roland Schlapka überreichen.
Wie der Vorsitzende des Vereins „Kaarster gegen Fluglärm“, Werner Kindsmüller mitteilt, sind in den vergangenen sechs Wochen alleine in Kaarst 6.180 Einwendungen von Bürgerinnen und Bürgern abgegeben worden. Dazu kommen 1.184 Einwendungen aus der Neusser Nordstadt und aus Neuss-Grefrath, die vom Kaarster Verein unterstützt worden sind. Insgesamt haben in den Anrainergemeinden des Flughafens ca.40.000 Bürgerinnen und Bürger Einsprüche gegen die Pläne des Flughafens formuliert.
„Der überwältigende Zuspruch der Bürgerinnen und Bürger hat unsere Erwartungen übertroffen. Darin drückt sich die große Verärgerung über das rücksichtslose Vorgehen des Flughafens aus, der seit Jahren die Interessen der Anwohner ignoriert. Die Menschen haben die berechtigte Sorge vor noch mehr Fluglärm und einer weiteren Einschränkung ihrer Nachtruhe,“ so Werner Kindsmüller.
In einer Videobotschaft, die bei der Abschlussveranstaltung am Donnerstagabend in Kaarst aufgenommen worden ist und die an Minister Groschek geschickt wird, fordert der Verein den Minister auf: „Respektieren Sie das klare Bürgervotum, das auch in den eindeutigen Beschlüssen der Räte zum Ausdruck kommt! 40.000 Menschen erwarten von Ihnen, dass endlich die Nachtruhe respektiert wird und dass unsere Lebensqualität als Anwohner des Flughafens nicht weiter beeinträchtigt wird. Denn: Genug ist genug!“  
Werner Kindsmüller