Nach drei Tagen Anhörung stellt sich die Zwischenbilanz folgendermaßen dar:
In der aktuell noch laufenden Anhörung ist klar geworden, dass die technische Kapazität der beiden Bahnen des Flughafens Düsseldorf bei 60 Flugbewegungen pro Stunde liegt. Wenn aber tatsächlich 60 Flüge geplant werden können (statt bisher 45), dann hat der Flughafen keine "Luft" mehr, um Verspätungen aus den Vorstunden aufzufangen. Da aber gerade die letzten Tagesstunden (ab 19.00 Uhr) Spitzenzeiten sind, werden die Verspätungen zunehmen und in die Stunde nach 22 Uhr (in der keine Starts mehr geplant werden dürfen) und nach 23 Uhr geschoben. Wie kann der Flughafen vor diesem klaren Sachverhalt behaupten, dass es zu weiteren Verspätungen in der 1. Nachtstunde nicht kommen wird?
Gleichwohl behauptet der Flughafen, dass sich angeblich für Kaarst nichts ändern wird, wenn sich die Zahl der Flugbewegungen von 45 auf 60 erhöhen sollte.
Der Flughafen musste zugestehen, dass er keine Luftverkehrsprognose vorgelegt hat. Damit ist der Bedarf nicht begründet. Es existiert also keine Grundlage für eine Planrechtfertigung. Ich habe für die 6.500 Einwender aus Kaarst dargestellt, dass dieser Antrag nach Recht und Gesetz nicht genehmigungsfähig ist. Es ist unklar, welches Ausmaß der Erweiterung genehmigt würde, würde man dem Antrag des Flughafens folgen. Eine Erweiterung ist im Übrigen nicht notwendig, weil der zusätzliche Flugverkehr auch 2030 in NRW noch bewältigt werden könnte, wenn man die Regionalflughäfen nicht gefährdet.
Die Vertreter der Städte Kaarst und Meerbusch haben heute die Genehmigungsbehörde aufgefordert, den Antrag abzulehnen. Dem schließt sich unser Verein an.