„Die Stellungnahme des Verkehrsministeriums, dass die betroffenen Bürgerinnen und Bürger die permanenten Störungen der Nachtruhe durch den Flughafen Düsseldorf hinzunehmen haben  (WAZ v. 11. Aug. 2017), zeugt von einer unglaublichen Ignoranz gegenüber den Gesundheitsinteressen von mehreren Hunderttausend Leidtragenden,“ erklärt der Vorsitzende des Vereins „Kaarster gegen Fluglärm“ Werner Kindsmüller.
Es sei zwar zutreffend, dass die von der damaligen schwarz-gelben Landesregierung erteilte Betriebsgenehmigung Landungen bestimmter Fluggesellschaften bis Mitternacht im Ausnahmefall gestatte. Allerdings erwarte man von einer Regierung, die auf das Allgemeinwohl verpflichtet sei, dass sie Maßnahmen ergreife, wenn sie feststelle, dass die Ausnahmen zur Regel werden, so Kindsmüller.
Die Zunahme der Landungen nach 23 Uhr in den vergangenen Monaten zeige, dass der Flughafen Düsseldorf die Betriebsgenehmigung von 2005 als „Freiflugschein“ missbrauche und sich um die Nachtruhe der Anwohner nicht kümmere. Eine Rechtfertigung dieser untragbaren Zustände durch das Ministerium sei ein Schlag in das Gesicht aller Betroffen.
Das Verkehrsministerium habe als Aufsichtsbehörde die Möglichkeit, gegen die missbräuchliche Inanspruchnahme von Rechten vorzugehen. „Im Zweifel muss Verkehrsminister Wüst die geltende Betriebsgenehmigung widerrufen,“ fordert Werner Kindsmüller.