Das am vergangenen Freitag vom Klimakabinett vorgelegte Klimapaket ist aus Sicht der Fluglärmgegner völlig ungeeignet, das Wachstum des Luftverkehrs und damit die Emissionen zu senken. Ein besonderer Dorn im Auge des Vereins “Kaarster gegen Fluglärm“ ist die Weigerung der Regierung, wirkungsvoll gegen Kurzstreckenflüge vorzugehen. „Kurzstreckenflüge mit weniger als 600 km machen 24% aller Flüge von und nach Düsseldorf aus. Im Interesse des Klimaschutzes und der Reduzierung des Fluglärms könnten diese Verbindungen entfallen, ohne dass sie die Mobilität der Menschen einschränken würden,“ meint Werner Kindsmüller.
Allerdings besitze eine Erhöhung der Luftverkehrssteuer um ca. 17 € für innerdeutsche Flüge keinen ausreichenden Anreiz, um auf die Bahn umzusteigen, auch wenn die Mehrwertsteuer auf Bahntickets um 10% gesenkt werde.
Aufgrund der enormen Steuersubventionen für die Luftverkehrsbranche herrsche kein fairer Wettbewerb zwischen den Verkehrsträgern. Die Steuerfreiheit für Kero-sin und der Erlass der Mehrwertsteuer auf grenzüberschreitende Flüge würden die Luftverkehrsbranche jährlich um 12 Mrd. € entlasten. „Damit fördert der Staat das klimaschädlichste Verkehrsmittel.“
Neben einem deutlich höheren Anstieg der Luftverkehrssteuer und die Abschaffung der Steuersubventionen fordert der Verein die Reduzierung der Flugrechte um jähr-lich 3%. „Nur so kann es gelingen, dass der klimaschädliche Luftverkehr schrumpft statt, wie in den vergangenen Jahren um jährlich 4% wächst,“ so Kindsmüller. Presseerklärung