Geplante Anhebung der Luftverkehrssteuer ist lächerlich!

„Die geplante Anhebung der Luftverkehrssteuer für Kurzstreckenflüge um ca. 3 € ist ein schlechter Witz,“ so lautet die Bewertung des Vereins „Kaarster gegen Fluglärm“. Das Bundesfinanzministerium hat dem Bundeskabinett für kommenden Mittwoch einen Vorschlag zur Erhöhung der Luftverkehrssteuer vorgelegt. Die Maßnahme stellt eine Konkretisierung des Klimapakets dar, das am 20. September vorgelegt worden ist.  „Niemand wird auf einen Kurzstreckenflüge verzichten, weil das Ticket um 3€ teurer wird,“ kommentiert Werner Kindsmüller. Damit werde das Ziel, Kurzstreckenflüge zu reduzieren verfehlt. Auch klimapolitisch sei dies ein Fehlschlag. Dabei könnte ein Verzicht auf Kurzstreckenflüge ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz sein. „Kurzstreckenflüge mit weniger als 600 km machen 24% aller Flüge von und nach Düsseldorf aus,“ hat der Verein ermittelt. Dazu komme, dass der Luftverkehr immer noch steuerlich subventioniert werde, indem das Kerosin steuerfrei sei. „Solange das so ist, gibt es keinen ökonomischen Anreiz vom Flugzeug auf die Bahn umzusteigen,“ kritisiert Kindsmüller. „Neben einer Beseitigung der Steuervorteile für den Luftverkehr und einer spürbaren Anhebung der Luftverkehrssteuer, muss die Zahl der Flugrechte (Slots) jedes Jahr reduziert werden. Auf diese Weise würden Kurzstreckenflüge automatisch nicht mehr angeboten werden, weil die knapperen Landerechte für die Mittel- und Langstrecke eingesetzt würden.“