Angesichts der extremen Zunahme von Nachtflügen planen die Bürgerinitiativen gegen Fluglärm in der Region Düsseldorf eine Veranstaltung unter dem Motto „Was tut die Politik gegen die Störung der Nachtruhe?“ Minister Wüst hat es nun abgelehnt, an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Pressemitteilung kagf v.14.7.2018

Wir bekommen Unterstützung. Der Stadtrat von Kaarst hat sich für einen besseren Schutz der Nachtruhe ausgesprochen. (RP v. 14.7.2018) Auch der Stadtrat von Willich hat sich in dieser Woche in einem Beschluss kritisch mit der permanenten Störung der Nachtruhe durch den Flughafen Düsseldorf auseinandergesetzt. Bei den Politikern, die näher an unseren Problemen dran sind, wächst also das Verständnis, anders als bei Verkehrsminister Wüst, der bisher den Protest ignoriert. Dann müssen wir eben noch lauter werden.

Zu der von der Bundesregierung veröffentlichten Statistik über die steigenden Zahlen von Nachtflügen (RP vom 9. Juli 2018) erklärt der Vorsitzende des Vereins Kaarster gegen Fluglärm e.V., Werner Kindsmüller:
„Diese Entwicklung ist der Landesregierung seit Jahren bekannt, passiert ist nichts. Deshalb konnten sich der Flughafen Düsseldorf und die Fluggesellschaften ohne Rücksicht auf die Gesundheitsbedürfnisse der Anwohner immer mehr von unserer Nachtruhe aneignen.“
Nach den dem Verein vorliegenden Informationen habe die Bezirksregierung Düsseldorf, die für die Einhaltung der Betriebsgenehmigung zuständig sei, in den vergangenen fünf Jahren nur einmal ein Bußgeld in Höhe von 500 € (!) gegen eine Fluggesellschaft wegen Verstoß gegen die Nachtflugbestimmungen verhängt, so Kindsmüller. Im gleichen Zeitraum sei die Zahl der Flugbewegungen nach 22 Uhr um 23% angestiegen, während deren Zahl insgesamt nur um 4,6% zunahm.
„Es wird Zeit, dass Verkehrsminister Wüst das Problem steigender Nachtflüge nicht länger ignoriert. Den Betroffenen hilft nur ein striktes Nachtflugverbot zwischen 22 Uhr und 6 Uhr,“ so Kindsmüller. 

Siehe auch Bericht WDR 3 Aktuelle Stunde v. 8.7.2018

 

Nachdem unser Verein am 29. Juni erstmals auf die Absicht von Ryanair hingewiesen hat, besteht nun offenkundig Klarheit, dass der Billigflieger vorerst keine Sonderrechte in Düsseldorf erhält. (RP-3.7.2018) Gut so! Es ist auch ohnedies schon schlimm genug.

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