Zu der von der Bundesregierung veröffentlichten Statistik über die steigenden Zahlen von Nachtflügen (RP vom 9. Juli 2018) erklärt der Vorsitzende des Vereins Kaarster gegen Fluglärm e.V., Werner Kindsmüller:
„Diese Entwicklung ist der Landesregierung seit Jahren bekannt, passiert ist nichts. Deshalb konnten sich der Flughafen Düsseldorf und die Fluggesellschaften ohne Rücksicht auf die Gesundheitsbedürfnisse der Anwohner immer mehr von unserer Nachtruhe aneignen.“
Nach den dem Verein vorliegenden Informationen habe die Bezirksregierung Düsseldorf, die für die Einhaltung der Betriebsgenehmigung zuständig sei, in den vergangenen fünf Jahren nur einmal ein Bußgeld in Höhe von 500 € (!) gegen eine Fluggesellschaft wegen Verstoß gegen die Nachtflugbestimmungen verhängt, so Kindsmüller. Im gleichen Zeitraum sei die Zahl der Flugbewegungen nach 22 Uhr um 23% angestiegen, während deren Zahl insgesamt nur um 4,6% zunahm.
„Es wird Zeit, dass Verkehrsminister Wüst das Problem steigender Nachtflüge nicht länger ignoriert. Den Betroffenen hilft nur ein striktes Nachtflugverbot zwischen 22 Uhr und 6 Uhr,“ so Kindsmüller. 

Siehe auch Bericht WDR 3 Aktuelle Stunde v. 8.7.2018