In der Nacht des 22. Januar 2019 sind am Flughafen DĂŒsseldorf insgesamt 20 FlĂŒge nach 22 Uhr gestartet worden. (Siehe Übersicht in der Anlage) Nach den geltenden Bestimmungen dĂŒrfen Starts nach 22 Uhr nicht mehr durchgefĂŒhrt wer-den, in begrĂŒndeten SonderfĂ€llen kann die Bezirksregierung DĂŒsseldorf eine Ausnahmegenehmigung erteilen. Nach Auskunft der Bezirksregierung wurde aber nur fĂŒr drei FlĂŒge in dieser Nacht eine Ausnahmegenehmigung erteilt. Vor diesem Hintergrund erklĂ€rt der Vorsitzende des Vereins „Kaarster gegen FluglĂ€rm e.V.“ Werner KindsmĂŒller:
„In 20 FĂ€llen sind Starts außerhalb der Betriebszeit des Flughafens durchgefĂŒhrt worden, 17 davon ohne Genehmigung. In der Stunde zwischen 23 Uhr und Mitternacht sind acht Maschinen gestartet, die letzte um 23.40 Uhr. Damit haben der Flughafen und die Airlines gegen geltendes Recht verstoßen, da diese Starts nicht genehmigt waren. Ich erwarte von der Bezirksregierung, dass sie gegen die Fluggesellschaften spĂŒrbare Bußgelder verhĂ€ngt.“ Zudem stelle sich die Frage nach der ZuverlĂ€ssigkeit der GeschĂ€ftsfĂŒhrung des Flughafens, wenn diese das rechts-widrige Verhalten der Fluggesellschaften unterstĂŒtze.
Der leichte Schneefall im Laufe des Abends des 22. Januar könne als Ausrede nicht akzeptiert werden, so KindsmĂŒller. Schließlich sei dies mehrere Tage vorher bereits angekĂŒndigt worden und der Flughafen mĂŒsse ab 1. Oktober auf Enteisung vorbereitet sein. Ein Flughafen der GrĂ¶ĂŸe von DĂŒsseldorf mĂŒsse mit solchen Situationen umgehen können. FlĂŒge ohne Genehmigung, die zudem zu VerstĂ¶ĂŸen gegen die Nachtruhe der Anwohner fĂŒhrten, seien nicht akzeptabel. Deshalb mĂŒsse die Aufsichtsbehörde konsequent gegen die Missachtung der geltenden Bestimmungen vorgehen, so KindsmĂŒller.