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Pläne des Flughafens führen zu mehr Nachtflügen

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Flughafen Düsseldorf Ausbau stoppen!

Ein Beitrag von Prof. Friedrich Thießen

Wirtschaftswissenschaftler, TU Chemnitz

Die Luftfahrtindustrie tischt uns seit Jahrzehnten dieselbe alte Leier auf: Mehr Flüge brächten Wohlstand und seien gut für die Umwelt. Ein absurder Wachstums-Wahn auf Kosten unserer Zukunft! Jetzt soll der Staat die nächste Erweiterung abnicken – und danach die nächste – und noch eine …. Wir sagen: Es reicht!

Die Realität widerlegt das Märchen längst. Es gibt mehrere neue Studien, die unmissverständlich zeigen, wer hier wen ausbeutet:

  • Fakt 1: Die Luftfahrt ist kein Jobmotor. Nicht der Luftverkehr bewirkt das Wachstum, sondern das Wachstum führt zu mehr Luftverkehr. Es ist wie in den 60er Jahren, wo immer mehr Straßen zu immer mehr Autoverkehr führten. Der Luftverkehr ist der Nutznießer eines steigenden Wohlstands. Nicht umgekehrt. Er dankt es uns mit Lärm und Feinstaub.
  • Fakt 2: Das Geschäftsreise-Argument ist tot. Niemand braucht noch mehr Business-Flüge. Unternehmen nutzen längst digitale Konferenzsysteme, weil sie schneller, billiger und effizienter sind. Der Sättigungspunkt ist überschritten. Geschäftsreisende brauchen weniger Flüge, nicht mehr!
  • Fakt 3: Tourismus-Flüge entziehen unserer Wirtschaft das Geld. Der Urlaubsboom nach Corona füllt die Kassen im Ausland, während unsere eigenen Innenstädte veröden und lokale Geschäfte schließen müssen. Von wegen heimischer Wachstumsmotor! So schön Urlaub im Ausland ist: Das Geld ist weg und forciert Wachstum anderswo.
  • Fakt 4: Profitgier raubt uns den Schlaf. Weil es billiger ist, verlagern Airlines wie Ryanair ihre Flüge skrupellos in die Nacht. Über 90.000 Nachtflüge in Europa führt Ryanair durch – das sind mittlerweile 15 % des gesamten Verkehrs! Diese Branche nimmt für billige Tickets eiskalt die gesundheitlichen Schäden von Millionen Menschen in Kauf.

Wir lassen uns nicht länger für dumm verkaufen! Der Luftverkehr schadet der Wirtschaft, zerstört die Umwelt und macht uns krank.

Unsere Forderungen sind radikal vernünftig und nicht verhandelbar:

  1. Sofortiger Stopp jeglicher Flughafenerweiterungen – kein Millimeter mehr Asphalt!
  2. Drastische Reduzierung der Flugbewegungen und ein absolutes Nachtflugverbot!
  3. Harte Umweltauflagen: Sofortige Pflicht für entschwefelten Treibstoff!
  4. Konsequente Förderung des regionalen Tourismus und der Bahn, um das Geld und die Lebensqualität hier vor Ort zu halte
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Neuigkeiten

Bürgerversammlung „Kein Ausbau der Kapazitäten“ am 2. September

Am 2. September beginnt die nächste Runde in der Auseinandersetzung um die seit 2015 andauernden Kapazitätserweiterung des Flughafens Düsseldorf.

Mit der Offenlegung des Antrags und der Gutachten in den Rathäusern und digital erhalten die Bürger*innen der Anwohnergemeinden des Flughafens auch die Möglichkeit Einwendungen gegen dessen Pläne vorzunehmen.

Über die Pläne und Ihre Rechte als Bürger*innen möchten wir Sie bei unserer Bürgerversammlung am 2. Sept. 2026 informieren.

Mit dabei: Bürgermeister Christian Horn-Heinemann.

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Klares Ziel: Kein Ausbau der Kapazitäten!

Wir sind vorbereitet: Ab dem 2. September liegen den Bürgerinnen und Bürgern in den Umlandgemeinden des Flughafens dessen Pläne zur Erweiterung der Kapazitäten und die Gutachten aus.

Sie werden zeigen: Der Flughafen möchte bis 2040 auf fast 230.000 Starts und Landungen wachsen – das wäre gegenüber 2023 ein Zuwachs von mehr als 50%!.

Dazu sagen wir NEIN! Unsere Kampagne hat begonnen. Die Kaarster*innen werden in den nächsten Tagen in ihren Briefkästen eine Broschüre finden, mit der über die Pläne des Flughafens und deren Auswirkungen auf Lärm, Gesundheit und Immobilienwert informiert wird. Beigelegt ist eine Karte, mit der Einwendungen gegen das Vorhaben des Flughafens vorgenommen werden können.

Wer in den nächsten Tagen nichts in seinem Briefkasten findet oder Unterschriften sammeln will, kann sich hier eine Liste herunterladen.

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Keine Entschädigung bei Fluglärm

Immer wieder erreicht uns die Frage, ob es für von Fluglärm betroffene Immobilienbesitzer Entschädigung für den erlittenen Schaden gibt. Die Antwort ist eindeutig: NEIN! Nach dem Fluglärmschutzgesetz haben nur Immobilien einen grundsätzlichen Anspruch auf Entschädigung beim Einbau von Schallschutzfenstern, Lüftern oder anderen Maßnahmen, wenn sie in einer Schutzzone liegen. Kaarst liegt nach der 2011 zuletzt festgelegten Zone in keinem Bereich, der einen Anspruch begründen könnte.

Aber selbst wenn dies anders wäre, bedeutet dies keineswegs, dass die Eigentümer Erfolg haben, wenn sie die Erstattung von Lärmschutzmaßnahmen bei der zuständigen Bezirksregierung beantragen. Wie die Behörde auf Anfrage von „Kaarster gegen Fluglärm“ mitgeteilt hat, wurden seit 2011 nur 39 Anträge gestellt. Es ist in keinem Fall zur Festsetzung eines Erstattungsanspruchs gekommen. Der Grund: Die Regeln, die der Gesetzgeber festgelegt hat, sind so kompliziert und mit Ausnahmen versehen, dass kaum eine Chance auf Entschädigung besteht.

Im Wege der Änderung der Betriebsgenehmigung des Flughafen Düsseldorf 2005 hat das Verkehrsministerium dem Flughafen eine „freiwillige“ Entschädigung für Bewohner der Lärmschutzzone abgerungen. Danach sind Erstattungen auch vorgenommen worden. Das Lärmschutzprogramm ist jedoch mittlerweile ausgelaufen (WK).

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Jetzt wird’s ernst!: Wachstumspläne des Flughafens unverantwortlich!

Und jetzt geht es in die finale Runde: Ab dem 2. Sept. werden die Pläne des Flughafens und Gutachten in den Rathäusern ausgelegt und die Kaarster*innen haben erneut die Möglichkeit zu Einwendungen bei der Bezirksregierung Düsseldorf. Einwendungen können bis 15. Oktober (Posteingang) dort eingereicht werden.

Das nun vorliegende neue Verkehrsgutachten, in dem der Flughafen seinen „Bedarf“ bis 2040 darlegt, sagt klipp und klar:

  • Bis 2040 will der Flughafen die Zahl der Flugbewegungen bis 2040 um 52% erhöhen (ggü. 2023)

Die angestrebte Ausweitung der Slots von heute max. 47 auf künftig 60 wird damit begründet, dass die Airlines von Mai bis Oktober wünschen, mehr Flüge in den Morgenstunden (ab 6.00 Uhr) und in den Nachtstunden (ab 21.00 Uhr) durchzuführen.
Deshalb sollen die Nachtflüge in de n Sommermonaten um 35% zunehmen!

Dagegen werden wir kämpfen!

In den kommenden Wochen werden wir die Bevölkerung umfassend informieren. Dazu gehören die Verteilung von Flyern in allen Kaarster Stadtteilen sowie Informationsstände auf dem Kaarster Wochenmarkt an jedem Samstag vom 29. August bis zum 10. Oktober.

Dort wollen wir mit möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen und sie bei der Einreichung von Einwendungen unterstützen.

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Nachfrage am Flughafen Düsseldorf stagniert  

Das Luftverkehrsangebot über das geplante Angebot an Sitzen der Airlines für die kommenden sechs Monate, worüber der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) berichtet hat, zeigt für Düsseldorf, dass das Angebot für den Zeitraum Juni – November 2026 mit 7,4 Mio. Sitzen einen leichten Rückgang (-1%) gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnet.

Die Auswertung des BDL zeigt zudem, dass der Flughafen noch weit vom Niveau von 2019 entfernt ist. Das Luftverkehrsangebot im Sommerhalbjahr 2026 liegt bei 82% des Vor-Coronaniveaus.

„Dieser Befund wird auch durch die Analyse des Sommerflugplans bestätigt, den wir durchgeführt haben. Dieser zeigt zwar ein breites Angebot mit über 160 Zielen und durchschnittlich rund 3.300 Starts und Landungen pro Woche. Das entspricht etwa 470 Flugbewegungen pro Tag bzw. knapp 20 pro Stunde im Tagesdurchschnitt. Die Nachfrage konzentriert sich allerdings weiterhin auf die Morgen- und Abendstunden,“ stellt der Vorsitzende des Vereins Kaarster gegen Fluglärm, Werner Kindsmüller fest.

„Vor diesem Hintergrund ist es schleierhaft, wie der Flughafen seine Forderung nach Anhebung der Stundeneckwerte von heute maximal 47 pro Stunde auf künftig 60 mit Nachfrage begründen will. Der Flughafen räumt inzwischen selbst ein, dass die bestehende Obergrenze von 131.000 Flugbewegungen in den sechs verkehrsreichsten Monaten bestehen bleiben soll. Damit entfällt eines der früheren Hauptargumente für eine Erweiterung. Übrig bleibt im Wesentlichen der Wunsch, in den Morgen- und Abendstunden deutlich mehr Flugbewegungen abzuwickeln.

Genau diese Stunden sind jedoch für die Anwohnerinnen und Anwohner besonders belastend. Die beantragte Erhöhung auf bis zu 60 Flugbewegungen pro Stunde bedeutet eine weitere Verdichtung des Flugverkehrs, mehr Lärmspitzen und eine zusätzliche Belastung für die Menschen in den Umlandkommunen des Flughafens. Dies ist aber unzumutbar und deshalb lehnen wir den Antrag des Flughafens weiterhin ab.“

Während das Angebot und die Nachfrage am Flughafen Düsseldorf unter dem Niveau von 2019 stagniert, hat sich das Sitzplatzangebot in Weeze gegenüber 2019 fast verdoppelt (196%). „Weeze und andere deutsche Regionalflughäfen, die vor allem Flüge zu touristischen Zielen anbieten, haben den größeren Flughäfen in den vergangenen Jahren Marktanteile abgenommen. Zugleich ist die Bedeutung des Geschäftsreiseverkehr und der innerdeutschen Verbindungen sein 2019 stark zurückgegangen. Wachstumsperspektiven für Düsseldorf sind nicht zu erkennen,“ so Kindsmüller

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„Lasst uns in Ruhe“

Infostand aus Anlass des „Tages gegen Lärm“ am Sa., den 25. April auf dem Kaarster Wochenmarkt (9.30-12.00 Uhr)

Anlässlich des 29. International Noise Awareness Day („Tag gegen Lärm“) warnt die Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF) vor einer zunehmenden Diskrepanz zwischen technologischen Zukunftsversprechen und der realen Belastungssituation für die Bevölkerung.

Jeder Vierte in Deutschland klagt über Lärm. Wie Untersuchungen zeigen, ist der Fluglärm besonders gesundheitsschädlich. Das geltende Schutzniveau reicht nicht aus, um die Menschen vor folgenschweren Gesundheitsschäden, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronischen Schlafstörungen und Depressionen zu schützen.

Unter dem diesjährigen Motto „Der Sound von morgen“ rückt die Diskussion stark in Richtung Innovation, Digitalisierung und intelligente Systeme. Aus Sicht der BVF greift dieser Ansatz zu kurz. Entscheidend ist nicht, wie Lärm künftig gemessen oder verwaltet wird, sondern ob er wirksam reduziert wird.

Gerade im Luftverkehr zeigt sich, dass technischer Fortschritt nicht automatisch zu weniger Belastung führt. Effizienzsteigerungen, dichtere Flugpläne und wirtschaftlicher Druck führen dazu, dass Lärmverlagerung und -verdichtung die erhofften Entlastungen vielfach kompensieren oder sogar überlagern.

Kommentar von Werner Kindsmüller, Präsident der Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF), anlässlich des Tags gegen Lärm 2026:

„Für Millionen Betroffene durch Lärm ist der ‚Sound von morgen‘ bereits heute Realität. Er bedeutet Schlafstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und erhebliche Einschränkungen der Lebensqualität. Dagegen hilft nur eine wirksame Begrenzung des Luftverkehrs. Solange Kapazitätserweiterungen und Wachstum des Luftverkehrs politisch priorisiert werden und eine Reduzierung des Verkehrs reflexhaft mit wirtschaftlichem Rückschritt gleichgesetzt wird, bleibt der Schutz der Menschen nachrangig.“

Die BVF fordert den Gesetzgeber auf, dem Gesundheitsschutz Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen einzuräumen. Vor diesem Hintergrund fordert die Vereinigung, die die Kommunen, Vereine und Initiativen im Umfeld von Flughäfen vertritt aus Anlass des diesjährigen Tag gegen Lärm 2026:

  • Verbindliche Nachtflugregelungen mit klaren Schutzstandards von 22 bis 6 Uhr
  • Konsequente Ausrichtung der Lärmbewertung an gesundheitlichen Grenzwerten, insbesondere den Empfehlungen der WHO
  • Stärkere Gewichtung von Lärmschutz in Genehmigungs- und Planungsverfahren
  • Lärmvermeidung durch Reduzierung von Flügen.
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Flughafen will 1/3 mehr Flugbewegungen

Zweimal ist es uns in den vergangenen zehn Jahren bereits gelungen, die Pläne des Flughafens zur Erweiterung seiner Start- und Landerechte aufzuhalten. Im Herbst wird sich entscheiden, ob der Antrag, die Zahl der Flugbewegungen von heute maximal 47 auf 60 pro Stunde zu erhöhen, endgültig verhindert werden kann, oder ob der Verkehrsminister ihn genehmigt. Denn, nach 2016 und 2022 wird es in diesem Sommer eine erneute Bürgerbeteiligung im Rahmen des laufenden Planfeststellungsverfahren über den inzwischen überarbeiteten Antrag des Flughafens geben, bevor der Minister dann seine Entscheidung treffen wird.

In der Jahreshauptversammlung des Vereins „Kaarster gegen Fluglärm“ informierte ihr Vorsitzender Werner Kindsmüller, dass die überarbeiteten Gutachten des Flughafens über die Erweiterungspläne nach Auskunft der Bezirksregierung Düsseldorf Anfang September öffentlich ausgelegt und von den Bürgerinnen und Bürgern eingesehen werden können.

Gegen die Erweiterung erhob sich in der Vergangenheit nicht nur Widerstand der Initiative in Kaarst, sondern auch der Städte im Umfeld des Flughafens und deren Anwohner. So haben vor zehn Jahren 6.200 Kaarsterinnen und Kaarster Einwendungen gegen die Flughafenpläne eingereicht, die vom Verein „Kaarster gegen Fluglärm“ innerhalb von sechs Wochen gesammelt worden sind. Auch der Stadtrat in Kaarst hat sich gegen eine Erweiterung ausgesprochen.

Die Hauptsorge ist heute wie damals, dass durch einen Abstieg der Flugbewegungen der Lärm am Himmel zunehmen wird „Daran hat sich bis heute nichts geändert. Sollten die Erweiterungspläne des Flughafens genehmigt werden, so Kindsmüller, dürfe der Flughafen bis zu einem Drittel Starts und Landungen mehr planen. Dies würde vor allem in den Abend- und Nachtstunden zu einer Zunahme der Lärmbelästigung führen. „Diese Pläne sind nicht hinnehmbar. Die Gesundheit der Menschen muss Vorrang vor den Wachstumsplänen des Flughafens haben. Das Angebot des Flughafens reicht heute völlig aus; es braucht nicht noch mehr,“ heißt es in einer Erklärung der Mitgliederversammlung des Vereins.

„Wir bereiten uns jetzt vor, die Bevölkerung über die Pläne des Flughafens und deren Auswirkungen zu informieren,“ so Kindsmüller. Ab dem 2. September wird der Verein dann erneut Unterschriften für Einwendungen sammeln. „Wir brauchen erneut ein starkes Signal der Bürgerinnen und Bürger von Kaarst, die Sagen – Jetzt reicht es! Wir wollen nicht noch mehr Lärm am Himmel!“

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Wachstumspläne des Flughafens sind Phantastereien

Der Verein „Kaarster gegen Fluglärm“ hat die Zahlen der Flugbewegungen am Flughafen Düsseldorf im zu Ende gegangenen Jahr veröffentlicht. Danach starteten und landeten in den vergangenen zwölf Monaten 158.523 Maschinen. Das sind knapp 5.000 mehr als im Jahr 2024.

Im längerfristigen Vergleich kommt der Verein zu dem Ergebnis, dass die Zahl der Flugbewegungen im vergangenen Jahr noch unter den Werten vor 25 Jahren lag. „Im Jahr 2000 starteten und landeten 194.016 Maschinen von Düsseldorf. Die Zahlen lagen vor 25 Jahren um 35.493 höher als im letzten Jahr,“ so der Vorsitzende des Vereins, Werner Kindsmüller.

„Mir ist schleierhaft, wie vor diesem Hintergrund der Flughafen seine Expansionspläne begründen will. Die Erhöhung der Stundeneckwerte sowie das angestrebte Wachstum bei den Passagieren sind Phantastereien, die mit der Realität nichts zu tun haben“.

Die Geschäftsführung des Flughafens strebt ein Passagierwachstum um 50 Prozent in den nächsten zwanzig Jahren an. Am 16. Februar 2015 hat der Flughafen zudem eine Erhöhung der Stundenkontingente von heute 47 auf 60 Flüge pro Stunde beantragt. Über den Antrag ist bis heute nicht entschieden.

„Eine Zunahme der Passagierzahlen von heute 20 Millionen auf 30 Millionen bis 2045 ist illusorisch, so Kindsmüller.“ Ebenfalls brauche der Flughafen in den nächsten Jahren keine 60 Slots pro Stunde. „Die neuen Pläne des Flughafens sind genauso unrealistisch, wie die damaligen Wachstumserwartungen, mit denen der Antrag vor demnächst elf Jahren begründet worden ist. Dies zeigt sich schon daran, dass die Zahl der Flugbewegungen im vergangenen Jahr um etwa 40.000 unter dem Ergebnis des Antragsjahres 2015 gelegen haben. Die Annahme, man könne Passagierwachstum mit größeren Maschinen und ohne zusätzliche Flugbewegungen realisieren, ist ebenfalls wirklichkeitsfremd. Die Hersteller werden in den nächsten Jahren gar nicht so viele Maschinen zur Verfügung stellen könnten, um die Flotten der Airlines umzurüsten“ so Kindsmüller.